Was bedeutet der AOV für Ihren Online-Shop?
Der Average Order Value ist mehr als nur eine Zahl – er ist ein strategischer Hebel für nachhaltiges E-Commerce-Wachstum.
Der Average Order Value (AOV) gehört zu den wichtigsten Kennzahlen im E-Commerce. Er zeigt, wie viel Umsatz Sie durchschnittlich pro Bestellung generieren – und damit, wie effizient Ihr Shop Kunden in zahlende Käufer verwandelt. Ein höherer AOV bedeutet mehr Umsatz bei gleichbleibenden Akquisitionskosten.
Warum der AOV so wichtig ist
Viele Online-Händler konzentrieren sich ausschließlich auf Traffic und Conversion Rate. Dabei vergessen sie einen entscheidenden Faktor: den Wert jeder einzelnen Bestellung. Ein Beispiel verdeutlicht dies:
Bei 10.000 Besuchern und 2% Conversion Rate bedeutet eine AOV-Steigerung von 80€ auf 100€ einen Mehrumsatz von 4.000€ pro Monat – ohne einen einzigen zusätzlichen Besucher.
So steigern Sie Ihren AOV
Es gibt bewährte Strategien, um den durchschnittlichen Bestellwert nachhaltig zu erhöhen:
- 1 Mindestbestellwert für kostenlosen Versand: Setzen Sie die Schwelle 10-20% über Ihrem aktuellen AOV. Kunden sind bereit, mehr zu kaufen, um Versandkosten zu sparen.
- 2 Cross-Selling im Warenkorb: Zeigen Sie passende Ergänzungsprodukte, bevor der Kunde zur Kasse geht. 'Kunden kauften auch'-Empfehlungen funktionieren hervorragend.
- 3 Bundle-Angebote: Kombinieren Sie Produkte zu attraktiven Sets mit leichtem Preisvorteil. Das erhöht den Warenkorbwert und schafft Mehrwert für Kunden.
- 4 Staffelpreise: Bieten Sie Mengenrabatte an, die zum Mehrkauf motivieren. 'Ab 3 Stück: 10% sparen' ist ein klassisches Beispiel.
AOV im Kontext anderer KPIs
Der AOV entfaltet seine volle Aussagekraft erst im Zusammenspiel mit anderen Kennzahlen. Besonders relevant ist das Verhältnis zum Customer Lifetime Value (CLV) und zu den Customer Acquisition Costs (CAC). Ein hoher AOV bei gleichzeitig niedriger Marge kann weniger profitabel sein als ein niedrigerer AOV mit besseren Margen.
Analysieren Sie Ihren AOV außerdem nach Kundengruppen, Produktkategorien und Marketingkanälen. Oft zeigen sich dabei erhebliche Unterschiede, die Optimierungspotenziale aufzeigen.