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Bounce Rate

Die Bounce Rate zeigt, welcher Anteil der Besucher Ihre Website nach nur einer Seite wieder verlässt, ohne weitere Interaktion.

Formel
BR = (Besuche mit 1 Seite / Gesamtbesuche) × 100

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Bounce Rate = (Besuche mit 1 Seite / Gesamtbesuche) × 100
Ergebnis:

Die Bounce Rate ist ein Frühindikator für die Relevanz Ihrer Inhalte. Ein hoher Wert kann auf Probleme mit der User Experience oder der Content-Qualität hinweisen.

Gutes Zeichen

Eine niedrige Bounce Rate zeigt, dass Besucher Ihr Angebot interessant finden und weiter auf Ihrer Seite browsen möchten.

Warnsignal

Eine hohe Bounce Rate deutet auf Diskrepanzen zwischen Erwartung und Realität: falsches Targeting, langsame Ladezeiten oder unattraktives Design.

Wichtig: Die Interpretation hängt stark vom Seitentyp ab. Blogposts haben naturgemäß höhere Bounce Rates als Kategorieseiten.

Branche Richtwert
Landing Pages 70–90 %
Blog-Artikel 65–85 %
Kategorieseiten 25–45 %
Produktseiten 30–50 %
Startseite 40–60 %
  • Optimieren Sie die Ladegeschwindigkeit auf unter 3 Sekunden
  • Stellen Sie klare Handlungsaufforderungen (CTAs) bereit
  • Sorgen Sie für eine konsistente Botschaft von Anzeige zu Landing Page
  • Verbessern Sie die mobile User Experience
  • Nutzen Sie interne Verlinkungen zu relevanten Inhalten
  • Bounce Rate ohne Kontext des Seitentyps bewerten
  • Pop-ups und Overlays, die Besucher vertreiben
  • Irreführende Anzeigen oder Meta-Descriptions
  • Fehlende oder unklare Navigation

Bounce Rate verstehen: Nicht jeder Bounce ist schlecht

Die Bounce Rate (Absprungrate) misst den Anteil der Besucher, die Ihre Website nach dem Betrachten einer einzigen Seite wieder verlassen – ohne Klick, Scroll oder andere Interaktion. Im E-Commerce ist sie ein wichtiger Indikator für die Qualität des ersten Eindrucks.

Warum die Bounce Rate kontextabhängig ist

Eine hohe Bounce Rate ist nicht automatisch schlecht. Der Kontext entscheidet:

  • Blog-Artikel: 70-80% Bounce Rate ist normal – Leser finden ihre Information und gehen
  • Produktseiten: Über 50% ist problematisch – hier sollten Besucher weitershoppen
  • Kontaktseite: Hohe Bounce Rate kann sogar positiv sein (Nutzer hat Kontaktinfos gefunden)
  • Landing Pages: Kommt auf das Ziel an – Conversion wichtiger als Bounce Rate

In Google Analytics 4 wurde die klassische Bounce Rate durch die 'Engagement Rate' ersetzt. Eine Sitzung gilt als 'engaged', wenn sie länger als 10 Sekunden dauert, eine Conversion enthält oder mindestens 2 Seitenaufrufe hat.

Die häufigsten Ursachen für hohe Bounce Rates

  1. 1 Langsame Ladezeiten: 53% der mobilen Nutzer verlassen eine Seite, die länger als 3 Sekunden lädt.
  2. 2 Schlechte Mobile Experience: Nicht-responsive Seiten oder zu kleine Touch-Elemente.
  3. 3 Erwartungs-Mismatch: Die Seite liefert nicht, was Anzeige oder Suchergebnis versprochen haben.
  4. 4 Überwältigende Pop-ups: Aggressive Newsletter-Popups oder Cookie-Banner.
  5. 5 Fehlende Relevanz: Inhalt passt nicht zur Suchintention des Besuchers.

Bounce Rate nach Traffic-Quelle analysieren

Nicht alle Besucher sind gleich. Segmentieren Sie Ihre Bounce Rate nach Quelle:

  • Direkter Traffic: Sollte niedrig sein – diese Besucher kennen Sie bereits
  • Organische Suche: Variiert stark je nach Suchintention (informational vs. transactional)
  • Paid Ads: Hohe Bounce Rate = schlechtes Ad-Targeting oder Landing Page
  • Social Media: Oft höher, da Besucher 'nur mal schauen'

Zusammenhang mit Conversion Rate

Eine hohe Bounce Rate auf transaktionalen Seiten korreliert direkt mit niedriger Conversion Rate. Jeder Besucher, der sofort abspringt, ist ein verlorener potenzieller Kunde. Umgekehrt führt eine optimierte Bounce Rate oft auch zu weniger Warenkorbabbrüchen, da die Grundqualität der User Experience steigt.

Ihre Bounce Rate optimieren?

Gemeinsam identifizieren wir, warum Besucher abspringen und wie wir sie halten.

Lieber erstmal schreiben? kontakt@wernerstrauch.de