Der Break-Even-Point als Wegweiser zur Profitabilität
Der Break-Even-Point beantwortet die wichtigste Frage: Ab wann verdienen Sie wirklich Geld?
Der Break-Even-Point (deutsch: Gewinnschwelle oder Kostendeckungspunkt) ist eine der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Er markiert den Punkt, an dem die Erlöse exakt die Gesamtkosten decken – jeder weitere Euro Umsatz ist Gewinn.
Break-Even im E-Commerce-Kontext
Für Online-Shops ist die Frage besonders relevant: Ab wie vielen Bestellungen pro Monat arbeiten Sie profitabel? Die Antwort hängt von zwei Faktoren ab:
- 1 Fixkosten: Alle Kosten, die unabhängig vom Umsatz anfallen – Miete, Gehälter, Software, Hosting, Grundgebühren.
- 2 Deckungsbeitrag pro Bestellung: Was bleibt von jeder Bestellung nach Abzug der variablen Kosten (Wareneinsatz, Versand, Payment, Retouren)?
Bei 10.000 € monatlichen Fixkosten und 20 € Deckungsbeitrag pro Bestellung liegt Ihr Break-Even bei 500 Bestellungen pro Monat. Ab Bestellung 501 verdienen Sie Geld.
Die Break-Even-Formel im Detail
Es gibt verschiedene Wege, den Break-Even zu berechnen:
- 1 In Stückzahlen: BEP = Fixkosten / Deckungsbeitrag pro Stück
- 2 In Umsatz: BEP = Fixkosten / Deckungsbeitragsquote
- 3 In Zeiteinheiten: Wie viele Monate/Jahre bis zum kumulierten Break-Even?
Strategien zur Senkung des Break-Even
Es gibt zwei Hebel, um schneller profitabel zu werden:
- 1 Fixkosten senken: Flexible Arbeitsmodelle, Cloud-Services statt eigener Infrastruktur, Outsourcing von Nicht-Kernfunktionen.
- 2 Deckungsbeitrag erhöhen: Bessere Einkaufskonditionen, höherer AOV, Reduktion der Retourenquote, effizientere Logistik.
Der Break-Even ist eng verknüpft mit der Nettomarge und dem Deckungsbeitrag. Eine ganzheitliche Betrachtung dieser Kennzahlen gibt Ihnen ein vollständiges Bild Ihrer Profitabilität.
Break-Even-Analyse für Investitionsentscheidungen
Die Break-Even-Analyse ist auch ein mächtiges Werkzeug für Investitionsentscheidungen: Wie viele zusätzliche Verkäufe brauchen Sie, um eine neue Marketingkampagne, einen Mitarbeiter oder eine Software-Investition zu finanzieren?