CTR verstehen und Anzeigen attraktiver machen
Die Click-Through Rate ist der erste Indikator dafür, ob Ihre Anzeigen die Zielgruppe ansprechen – aber hohe CTR allein garantiert keinen Erfolg.
Die Click-Through Rate (CTR) misst das Verhältnis von Klicks zu Impressionen. Sie zeigt, wie effektiv Ihre Anzeige Aufmerksamkeit in Interesse umwandelt. Eine hohe CTR ist oft Voraussetzung für gute Performance – aber nicht das einzige Kriterium.
Warum CTR wichtig ist
Die CTR beeinflusst nicht nur Ihre Kampagnenperformance, sondern auch Ihre Kosten. Bei Google Ads fließt die CTR in den Quality Score ein. Höherer Quality Score = niedrigere CPCs bei besseren Positionen.
Bei Google Ads kann eine CTR-Verbesserung von 1% auf 2% Ihre CPCs um 20-30% senken, weil der Quality Score steigt.
CTR nach Plattform und Format
Erwartbare CTRs unterscheiden sich drastisch je nach Kanal:
- 1 Search Ads: 3-5% bei gut optimierten Kampagnen (hohe Intention).
- 2 Display Ads: 0,3-0,8% sind normal (passive Nutzer).
- 3 Social Media: 0,5-2% je nach Plattform und Format.
- 4 E-Mail: 2-4% bei gut segmentierten Listen.
CTR vs. Conversion Rate
Eine hohe CTR ist wertlos, wenn die Besucher nicht konvertieren. Clickbait kann die CTR künstlich erhöhen, führt aber zu hoher Absprungrate und niedriger Conversion Rate. Das Ziel ist qualifizierter Traffic, nicht maximale Klicks.
Optimieren Sie CTR und Conversion Rate gemeinsam. Manchmal ist eine niedrigere CTR mit höherer Conversion Rate profitabler als umgekehrt.
CTR-Optimierung in der Praxis
Systematisches Testen ist der Schlüssel zur CTR-Optimierung:
- Headlines: Testen Sie Nutzenkommunikation vs. Problem-Ansprache
- CTAs: 'Jetzt kaufen' vs. 'Mehr erfahren' vs. 'Kostenlos testen'
- Visuals: Produktbilder vs. Lifestyle vs. User-Generated Content
- Zahlen: Konkrete Prozente und Preise erhöhen oft die CTR
Messen Sie die CTR immer zusammen mit dem ROAS – denn am Ende zählt nicht, wer klickt, sondern wer kauft.