Operations-Kennzahl

Out-of-Stock-Rate

Die Out-of-Stock-Rate gibt an, welcher Prozentsatz der SKUs (Artikelvarianten) aktuell nicht verfügbar ist.

Formel
OOS-Rate = (Nicht verfügbare SKUs / Gesamt-SKUs) × 100

Out-of-Stock-Rate berechnen

Geben Sie Ihre Werte ein, um Ihre Out-of-Stock-Rate zu berechnen.

Out-of-Stock-Rateberechnen
OOS-Rate = (Nicht verfügbare SKUs / Gesamt-SKUs) × 100
Ergebnis:

Die Out-of-Stock-Rate ist ein kritischer Indikator für verpasste Verkaufschancen. Jedes nicht verfügbare Produkt bedeutet potenziell verlorenen Umsatz.

Gutes Zeichen

Eine OOS-Rate unter 5% gilt als gut. Sie zeigt, dass Ihre Bestandsplanung die Nachfrage zuverlässig deckt.

Warnsignal

Eine hohe OOS-Rate führt zu Umsatzverlusten, Kundenabwanderung zur Konkurrenz und negativen Kundenerlebnissen.

Betrachten Sie die OOS-Rate immer im Kontext des Lagerumschlags. Eine zu niedrige Rate kann auf ineffiziente Kapitalbindung hindeuten.

Branche Richtwert
Zielwert (alle Branchen) < 5%
Exzellent < 2%
Akzeptabel 5–8%
Kritisch > 10%
  • Implementieren Sie automatische Nachbestellungen bei Unterschreitung von Meldebeständen
  • Nutzen Sie Demand Forecasting mit Machine Learning für präzisere Prognosen
  • Bauen Sie strategische Sicherheitsbestände für Bestseller auf
  • Überwachen Sie die OOS-Rate in Echtzeit über ein Dashboard
  • Etablieren Sie klare Eskalationsprozesse bei kritischen OOS-Situationen
  • Keine Differenzierung nach Artikelbedeutung (ABC-Klassifikation)
  • Lieferantenprobleme werden nicht proaktiv gemanagt
  • Saisonale Spitzen werden in der Planung unterschätzt
  • Keine alternativen Lieferquellen für kritische Produkte

Was bedeutet die Out-of-Stock-Rate für Ihren Online-Shop?

Die Out-of-Stock-Rate (OOS-Rate) ist eine der kritischsten Operations-Kennzahlen im E-Commerce. Sie zeigt, welcher Anteil Ihres Sortiments aktuell nicht lieferbar ist. Jedes 'Ausverkauft'-Schild ist eine verpasste Verkaufschance – und schlimmer noch: ein Grund für Kunden, zur Konkurrenz zu wechseln.

Warum die Out-of-Stock-Rate so wichtig ist

Studien zeigen, dass 21-43% der Kunden bei einem Out-of-Stock das Produkt beim Wettbewerber kaufen. Weitere 27% kaufen gar nicht. Das bedeutet: Out-of-Stocks kosten nicht nur den einzelnen Verkauf, sondern gefährden die gesamte Kundenbeziehung.

Bei einem Shop mit 10.000 SKUs und 8% OOS-Rate sind 800 Produkte nicht verfügbar. Bei durchschnittlich 5 verpassten Verkäufen pro Tag und SKU zu 50€ AOV bedeutet das 200.000€ entgangener Umsatz pro Tag.

So senken Sie Ihre Out-of-Stock-Rate

Es gibt bewährte Strategien, um die OOS-Rate nachhaltig zu senken:

  1. 1 Automatisierte Nachbestellung: Richten Sie automatische Bestellauslöser bei Unterschreitung definierter Mindestbestände ein. Dies eliminiert menschliche Verzögerungen.
  2. 2 Präzises Demand Forecasting: Nutzen Sie historische Daten, Saisonalitäten und externe Faktoren für zuverlässige Absatzprognosen.
  3. 3 Lieferanten-Diversifikation: Haben Sie für Ihre Top-Seller alternative Lieferquellen. Ein einzelner Lieferantenausfall darf nicht zu OOS führen.
  4. 4 Echtzeit-Monitoring: Überwachen Sie Ihre Bestände in Echtzeit und reagieren Sie proaktiv auf sich anbahnende OOS-Situationen.

Out-of-Stock im Kontext anderer KPIs

Die Out-of-Stock-Rate steht in einem Spannungsfeld mit dem Lagerumschlag. Ein sehr hoher Lagerumschlag kann zu höheren OOS-Raten führen, während übermäßige Sicherheitsbestände den Umschlag verschlechtern. Die Kunst liegt in der Balance.

Analysieren Sie Ihre OOS-Rate nach Produktkategorien, Lieferanten und Zeiträumen. Oft zeigen sich Muster, die auf systematische Probleme hinweisen – etwa bestimmte Lieferanten mit häufigen Verzögerungen oder Kategorien mit schwer prognostizierbarer Nachfrage.

Ihre Out-of-Stock-Rate senken?

Gemeinsam analysieren wir Ihre Bestandsdaten und identifizieren die größten Hebel zur Vermeidung von Lieferengpässen.

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