Was bedeutet die Out-of-Stock-Rate für Ihren Online-Shop?
Die Out-of-Stock-Rate ist mehr als nur eine Zahl – sie ist ein direkter Indikator für verpasste Umsatzchancen.
Die Out-of-Stock-Rate (OOS-Rate) ist eine der kritischsten Operations-Kennzahlen im E-Commerce. Sie zeigt, welcher Anteil Ihres Sortiments aktuell nicht lieferbar ist. Jedes 'Ausverkauft'-Schild ist eine verpasste Verkaufschance – und schlimmer noch: ein Grund für Kunden, zur Konkurrenz zu wechseln.
Warum die Out-of-Stock-Rate so wichtig ist
Studien zeigen, dass 21-43% der Kunden bei einem Out-of-Stock das Produkt beim Wettbewerber kaufen. Weitere 27% kaufen gar nicht. Das bedeutet: Out-of-Stocks kosten nicht nur den einzelnen Verkauf, sondern gefährden die gesamte Kundenbeziehung.
Bei einem Shop mit 10.000 SKUs und 8% OOS-Rate sind 800 Produkte nicht verfügbar. Bei durchschnittlich 5 verpassten Verkäufen pro Tag und SKU zu 50€ AOV bedeutet das 200.000€ entgangener Umsatz pro Tag.
So senken Sie Ihre Out-of-Stock-Rate
Es gibt bewährte Strategien, um die OOS-Rate nachhaltig zu senken:
- 1 Automatisierte Nachbestellung: Richten Sie automatische Bestellauslöser bei Unterschreitung definierter Mindestbestände ein. Dies eliminiert menschliche Verzögerungen.
- 2 Präzises Demand Forecasting: Nutzen Sie historische Daten, Saisonalitäten und externe Faktoren für zuverlässige Absatzprognosen.
- 3 Lieferanten-Diversifikation: Haben Sie für Ihre Top-Seller alternative Lieferquellen. Ein einzelner Lieferantenausfall darf nicht zu OOS führen.
- 4 Echtzeit-Monitoring: Überwachen Sie Ihre Bestände in Echtzeit und reagieren Sie proaktiv auf sich anbahnende OOS-Situationen.
Out-of-Stock im Kontext anderer KPIs
Die Out-of-Stock-Rate steht in einem Spannungsfeld mit dem Lagerumschlag. Ein sehr hoher Lagerumschlag kann zu höheren OOS-Raten führen, während übermäßige Sicherheitsbestände den Umschlag verschlechtern. Die Kunst liegt in der Balance.
Analysieren Sie Ihre OOS-Rate nach Produktkategorien, Lieferanten und Zeiträumen. Oft zeigen sich Muster, die auf systematische Probleme hinweisen – etwa bestimmte Lieferanten mit häufigen Verzögerungen oder Kategorien mit schwer prognostizierbarer Nachfrage.