Warum POAS besser ist als ROAS
Der Profit on Ad Spend zeigt die Wahrheit über Ihre Werbeprofitabilität – nicht nur den Umsatz.
Der Profit on Ad Spend (POAS) ist die Evolution des klassischen ROAS. Während der Return on Ad Spend nur den Umsatz im Verhältnis zu den Werbekosten misst, berücksichtigt der POAS die tatsächliche Marge – und zeigt damit die echte Profitabilität Ihrer Werbemaßnahmen.
Das ROAS-Problem: Ein Beispiel
Stellen Sie sich zwei Kampagnen vor, beide mit 1.000€ Werbebudget:
- 1 Kampagne A: 5.000€ Umsatz, 20% Marge = 1.000€ Gewinn → POAS 1,0
- 2 Kampagne B: 3.000€ Umsatz, 60% Marge = 1.800€ Gewinn → POAS 1,8
Kampagne A hat einen ROAS von 5,0, Kampagne B nur 3,0. Nach ROAS wäre A besser – aber nach POAS ist B 80% profitabler. Das ist der entscheidende Unterschied.
POAS richtig berechnen
Für eine aussagekräftige POAS-Berechnung benötigen Sie:
- 1 Produktspezifische Margen: Nicht der Durchschnitt, sondern die echte Marge pro Produkt oder Kategorie.
- 2 Retourenquote: Berücksichtigen Sie, dass ein Teil des Umsatzes durch Retouren verloren geht.
- 3 Variable Kosten: Versand, Payment, Verpackung – alles was die Marge reduziert.
Die erweiterte Formel lautet:
POAS = (Umsatz × Marge × (1 - Retourenquote)) / Werbeausgaben
POAS in der Praxis implementieren
Moderne Werbesysteme wie Google Ads ermöglichen POAS-basierte Bidding-Strategien durch Conversion-Wert-Übermittlung:
- 1 Marge pro Produkt definieren: Im Backend oder Feed den Deckungsbeitrag hinterlegen.
- 2 Conversion-Wert übermitteln: Statt des Umsatzes die Marge als Conversion-Wert senden.
- 3 Target POAS einstellen: Das System optimiert automatisch auf Ihren Ziel-POAS.
Diese Methode ist deutlich effektiver als die klassische ROAS-Optimierung, da das System lernt, welche Produkte wirklich profitabel sind – nicht nur welche den höchsten Umsatz generieren.