Finanz-Kennzahl

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug aller variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten sowie zur Gewinnerzielung beiträgt.

Formel
Deckungsbeitrag = Umsatz - Variable Kosten

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Deckungsbeitrag = Umsatz - Variable Kosten
Ergebnis:

Der Deckungsbeitrag ist zentral für Preisentscheidungen und Sortimentsoptimierung. Er zeigt, welche Produkte wirklich zum Unternehmenserfolg beitragen.

Gutes Zeichen

Ein hoher Deckungsbeitrag bedeutet, dass das Produkt gut zur Fixkostendeckung und Gewinnerzielung beiträgt.

Warnsignal

Ein niedriger oder negativer Deckungsbeitrag zeigt, dass das Produkt seine variablen Kosten kaum oder nicht deckt.

Betrachten Sie den Deckungsbeitrag pro Produkt, Produktgruppe und Verkaufskanal für fundierte Sortimentsentscheidungen.

Branche Richtwert
Mode & Bekleidung 40-60% (DB-Quote)
Elektronik 15-30% (DB-Quote)
Beauty & Kosmetik 50-70% (DB-Quote)
Möbel & Einrichtung 35-50% (DB-Quote)
Lebensmittel 20-35% (DB-Quote)
  • Berechnen Sie den Deckungsbeitrag für jedes einzelne Produkt
  • Berücksichtigen Sie alle variablen Kosten: Wareneinsatz, Versand, Verpackung, Zahlungsgebühren
  • Optimieren Sie das Sortiment anhand der Deckungsbeitragsanalyse
  • Nutzen Sie den Deckungsbeitrag für Preisuntergrenzen bei Rabattaktionen
  • Fixkosten werden fälschlicherweise in die Deckungsbeitragsrechnung einbezogen
  • Variable Kosten werden nicht vollständig erfasst (z.B. Retourenbearbeitung)
  • Der Deckungsbeitrag wird nicht regelmäßig aktualisiert, obwohl sich Einkaufspreise ändern

Was der Deckungsbeitrag über Ihr Geschäft verrät

Der Deckungsbeitrag ist eine der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Er zeigt, wie viel jedes verkaufte Produkt zur Deckung Ihrer Fixkosten und zur Gewinnerzielung beiträgt. Ohne diese Kennzahl treffen Sie Preis- und Sortimentsentscheidungen im Blindflug.

Variable vs. Fixe Kosten

Der Schlüssel zum Verständnis des Deckungsbeitrags liegt in der Unterscheidung zwischen variablen und fixen Kosten:

  1. 1 Variable Kosten: Kosten, die direkt mit dem Verkauf verbunden sind - Wareneinsatz, Versandkosten, Verpackung, Payment-Gebühren, Provisionen.
  2. 2 Fixkosten: Kosten, die unabhängig vom Umsatz anfallen - Miete, Gehälter, Software-Lizenzen, Versicherungen.

Deckungsbeitrag I und II

In der Praxis unterscheidet man verschiedene Stufen des Deckungsbeitrags:

DB I = Umsatz - Wareneinsatz (nur direkte Produktkosten)
DB II = DB I - weitere variable Kosten (Versand, Payment, Retouren)
Der DB II ist für E-Commerce-Unternehmen die relevantere Kennzahl.

Praktische Anwendung im E-Commerce

Ein Beispiel: Sie verkaufen ein T-Shirt für 40 Euro. Der Einkaufspreis beträgt 12 Euro, Versand kostet 3 Euro, Verpackung 1 Euro und Payment-Gebühren 1,20 Euro. Der Deckungsbeitrag beträgt also: 40 - 12 - 3 - 1 - 1,20 = 22,80 Euro oder 57% des Verkaufspreises.

Diese 22,80 Euro pro verkauftem T-Shirt tragen zur Deckung Ihrer Fixkosten bei. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, beginnt die Gewinnzone - der sogenannte Break-Even-Point.

Sortimentsoptimierung mit dem Deckungsbeitrag

Analysieren Sie regelmäßig den Deckungsbeitrag Ihres gesamten Sortiments. Produkte mit niedrigem oder negativem Deckungsbeitrag sollten entweder im Preis angepasst, günstiger eingekauft oder aus dem Sortiment genommen werden. Kombinieren Sie diese Analyse mit dem Nettoumsatz für ein vollständiges Bild.

Ihren Deckungsbeitrag optimieren?

Gemeinsam analysieren wir Ihr Sortiment und identifizieren die profitabelsten Produkte.

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