Finanz-Kennzahl

Nettomarge

Die Nettomarge zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes als Reingewinn nach Abzug aller Kosten übrig bleiben – die ultimative Kennzahl für die Gesamtrentabilität.

Formel
Nettomarge = Gewinn nach allen Kosten / Umsatz × 100

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Nettomarge = Gewinn nach allen Kosten / Umsatz × 100
Ergebnis:

Die Nettomarge ist die 'Bottom Line' – sie zeigt, was von jedem Euro Umsatz wirklich als Gewinn übrig bleibt. Sie ist die ehrlichste Kennzahl für den Unternehmenserfolg.

Gutes Zeichen

Eine hohe Nettomarge zeigt effizientes Kostenmanagement und starke Preissetzungsmacht. Sie ermöglicht Investitionen und Wachstum.

Warnsignal

Eine niedrige oder negative Nettomarge deutet auf strukturelle Probleme hin – zu hohe Fixkosten, ineffiziente Prozesse oder unzureichende Preise.

Analysieren Sie die Nettomarge im Zeitverlauf und im Vergleich zur Bruttomarge, um Kostenentwicklungen zu verstehen.

Branche Richtwert
Mode & Bekleidung 5–15%
Elektronik 2–8%
Beauty & Kosmetik 8–20%
Möbel & Einrichtung 5–12%
Lebensmittel 1–5%
  • Analysieren Sie die Differenz zwischen Brutto- und Nettomarge zur Identifikation von Kostenblöcken
  • Optimieren Sie Fixkosten durch Automatisierung und Skaleneffekte
  • Überprüfen Sie regelmäßig alle Kostenarten auf Einsparpotenziale
  • Setzen Sie klare Zielmargen und tracken Sie diese monatlich
  • Umsatzwachstum priorisieren ohne auf die Nettomarge zu achten
  • Versteckte Kosten nicht erfassen (z.B. Opportunitätskosten, Kapitalbindung)
  • Saisonale Schwankungen bei der Margenanalyse nicht berücksichtigen

Die Nettomarge als Wahrheit Ihres Geschäfts

Die Nettomarge (auch: Nettogewinnmarge oder Net Profit Margin) ist die ultimative Rentabilitätskennzahl. Sie zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz als tatsächlicher Gewinn in Ihrem Unternehmen verbleibt – nach Abzug aller Kosten.

Was wird alles abgezogen?

Die Nettomarge berücksichtigt sämtliche Kosten eines Unternehmens:

  1. 1 Wareneinsatz: Alle direkten Produktkosten.
  2. 2 Variable Kosten: Versand, Verpackung, Payment-Gebühren, Retourenbearbeitung.
  3. 3 Fixkosten: Miete, Gehälter, Software, Marketing, Versicherungen.
  4. 4 Zinsen: Kosten für Fremdkapital und Finanzierungen.
  5. 5 Steuern: Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer.

Nettomarge vs. Bruttomarge

Der Unterschied zwischen Bruttomarge und Nettomarge zeigt, wie viel Ihrer Marge durch Betriebskosten aufgezehrt wird:

Bei einer Bruttomarge von 50% und einer Nettomarge von 10% gehen 40 Prozentpunkte für Betriebskosten, Marketing, Personal und andere Ausgaben drauf. Diese Lücke zu verkleinern ist der Hebel für mehr Profitabilität.

Wege zur Margenverbesserung

Die Nettomarge lässt sich über verschiedene Stellschrauben verbessern:

  1. 1 Umsatzseite: Höhere Preise, besserer Produktmix, Cross-/Upselling.
  2. 2 Variable Kosten: Bessere Einkaufskonditionen, effizientere Logistik.
  3. 3 Fixkosten: Automatisierung, Outsourcing, Skaleneffekte.
  4. 4 Kapitaleffizienz: Weniger Kapitalbindung, schnellerer Lagerumschlag.

Verknüpfen Sie die Nettomarge mit dem Break-Even-Point, um zu verstehen, ab welchem Umsatz Sie profitabel sind und wie sich Kostenveränderungen auf Ihren Gewinn auswirken.

Ihre Nettomarge verbessern?

Gemeinsam analysieren wir Ihre Kostenstruktur und identifizieren Optimierungspotenziale.

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