Die Nettomarge als Wahrheit Ihres Geschäfts
Die Nettomarge zeigt, was wirklich zählt – den Gewinn, der nach allen Ausgaben übrig bleibt.
Die Nettomarge (auch: Nettogewinnmarge oder Net Profit Margin) ist die ultimative Rentabilitätskennzahl. Sie zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz als tatsächlicher Gewinn in Ihrem Unternehmen verbleibt – nach Abzug aller Kosten.
Was wird alles abgezogen?
Die Nettomarge berücksichtigt sämtliche Kosten eines Unternehmens:
- 1 Wareneinsatz: Alle direkten Produktkosten.
- 2 Variable Kosten: Versand, Verpackung, Payment-Gebühren, Retourenbearbeitung.
- 3 Fixkosten: Miete, Gehälter, Software, Marketing, Versicherungen.
- 4 Zinsen: Kosten für Fremdkapital und Finanzierungen.
- 5 Steuern: Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer.
Nettomarge vs. Bruttomarge
Der Unterschied zwischen Bruttomarge und Nettomarge zeigt, wie viel Ihrer Marge durch Betriebskosten aufgezehrt wird:
Bei einer Bruttomarge von 50% und einer Nettomarge von 10% gehen 40 Prozentpunkte für Betriebskosten, Marketing, Personal und andere Ausgaben drauf. Diese Lücke zu verkleinern ist der Hebel für mehr Profitabilität.
Wege zur Margenverbesserung
Die Nettomarge lässt sich über verschiedene Stellschrauben verbessern:
- 1 Umsatzseite: Höhere Preise, besserer Produktmix, Cross-/Upselling.
- 2 Variable Kosten: Bessere Einkaufskonditionen, effizientere Logistik.
- 3 Fixkosten: Automatisierung, Outsourcing, Skaleneffekte.
- 4 Kapitaleffizienz: Weniger Kapitalbindung, schnellerer Lagerumschlag.
Verknüpfen Sie die Nettomarge mit dem Break-Even-Point, um zu verstehen, ab welchem Umsatz Sie profitabel sind und wie sich Kostenveränderungen auf Ihren Gewinn auswirken.