Shop-Kennzahl

Warenkorbabbruchrate

Die Warenkorbabbruchrate zeigt, welcher Anteil der Besucher Produkte in den Warenkorb legt, aber den Kauf nicht abschließt.

Formel
CAR = (1 - (Käufe / Warenkörbe)) × 100

Warenkorbabbruchrate berechnen

Geben Sie Ihre Werte ein, um Ihre Warenkorbabbruchrate zu berechnen.

Warenkorbabbruchrateberechnen
Cart Abandonment = (1 - (Käufe / Warenkörbe)) × 100
Ergebnis:

Die Warenkorbabbruchrate ist ein kritischer Indikator für Probleme im Checkout-Prozess. Sie zeigt Kaufinteresse, das nicht in Umsatz umgewandelt wird.

Gutes Zeichen

Eine niedrige Abbruchrate (unter 60%) deutet auf einen optimierten Checkout hin: transparente Kosten, einfacher Prozess und Vertrauen.

Warnsignal

Eine hohe Abbruchrate (über 75%) zeigt Reibungspunkte: versteckte Kosten, komplizierter Checkout oder fehlende Zahlungsoptionen.

Analysieren Sie die Abbruchrate nach Gerät und Checkout-Schritt, um die genauen Problembereiche zu identifizieren.

Branche Richtwert
Mode & Bekleidung 68–75 %
Elektronik 70–78 %
Reisen & Tourismus 80–85 %
Beauty & Kosmetik 65–72 %
Lebensmittel 50–60 %
  • Zeigen Sie alle Kosten (Versand, Steuern) frühzeitig an
  • Bieten Sie Gast-Checkout ohne Pflichtregistrierung
  • Implementieren Sie Warenkorbabbrecher-E-Mails (Reminder)
  • Reduzieren Sie Checkout-Schritte auf das Minimum
  • Bieten Sie alle relevanten Zahlungsmethoden an
  • Versandkosten erst im letzten Schritt anzeigen
  • Komplizierte Formulare mit zu vielen Pflichtfeldern
  • Fehlende Fortschrittsanzeige im Checkout
  • Keine Speicherung des Warenkorbs für wiederkehrende Besucher

Warenkorbabbruch verstehen: Umsatzverlust verhindern

Die Warenkorbabbruchrate (Cart Abandonment Rate) misst den Prozentsatz der Besucher, die Produkte in den Warenkorb legen, aber den Kauf nicht abschließen. Im Durchschnitt werden etwa 70% aller Warenkörbe verlassen – ein enormes Umsatzpotenzial, das ungenutzt bleibt.

Die häufigsten Gründe für Warenkorbabbruch

Studien zeigen immer wieder die gleichen Hauptursachen für Kaufabbrüche:

  1. 1 Unerwartete Zusatzkosten (48%): Versandkosten, Steuern oder Gebühren, die erst im Checkout erscheinen, sind der häufigste Abbruchgrund.
  2. 2 Pflichtregistrierung (24%): Kunden wollen schnell kaufen. Erzwungene Kontoerstellung schreckt ab.
  3. 3 Komplizierter Checkout (17%): Zu viele Schritte, unklare Felder oder technische Probleme.
  4. 4 Fehlende Zahlungsmethoden (9%): Wenn die bevorzugte Zahlart fehlt, brechen Kunden ab.
  5. 5 Sicherheitsbedenken (6%): Fehlende SSL-Verschlüsselung oder unbekannte Zahlungsanbieter.

Recovery-Strategien: Verlassene Warenkörbe zurückgewinnen

Warenkorbabbrecher-E-Mails sind der effektivste Weg, verlassene Warenkörbe zu retten:

Eine gut getimte E-Mail-Serie kann 10-15% der abgebrochenen Warenkörbe zurückgewinnen. Senden Sie die erste E-Mail nach 1 Stunde, die zweite nach 24 Stunden und die dritte nach 72 Stunden – idealerweise mit einem kleinen Anreiz wie kostenlosem Versand.

Checkout-Optimierung: Abbrüche von vornherein verhindern

Prävention ist besser als Recovery. Die wichtigsten Optimierungen:

  • Transparente Preise: Zeigen Sie Versandkosten auf der Produktseite oder im Warenkorb
  • Fortschrittsanzeige: Kunden wollen wissen, wie viele Schritte noch kommen
  • Trust-Signale: Sicherheitssiegel, Bewertungen und Garantien reduzieren Bedenken
  • Mobile-Optimierung: Der mobile Checkout muss genauso einfach sein wie Desktop
  • Exit-Intent-Popups: Fangen Sie Abbrecher mit Angeboten oder Erinnerungen ab

Zusammenhang mit anderen KPIs

Die Warenkorbabbruchrate steht in direkter Beziehung zur Conversion Rate. Jede Reduzierung der Abbruchrate verbessert automatisch Ihre Conversion. Gleichzeitig beeinflusst der AOV die Abbruchrate: Bei höheren Bestellwerten steigt oft die Abbruchwahrscheinlichkeit, weil Kunden länger überlegen.

Ihre Abbruchrate senken?

Gemeinsam optimieren wir Ihren Checkout und gewinnen verlassene Warenkörbe zurück.

Lieber erstmal schreiben? kontakt@wernerstrauch.de