Finanz-Kennzahl

Deckungsbeitrag I

Der Deckungsbeitrag I ist der Betrag, der nach Abzug des reinen Wareneinsatzes vom Umsatz übrig bleibt. Er zeigt die Rohertragskraft eines Produkts ohne Berücksichtigung weiterer variabler Kosten.

Formel
DB1 = Umsatz - Wareneinsatz

Deckungsbeitrag I berechnen

Geben Sie Ihren Umsatz und Wareneinsatz ein, um den DB1 zu berechnen.

Deckungsbeitrag I (DB1)berechnen
DB1 = Umsatz - Wareneinsatz
Ergebnis:

Der Deckungsbeitrag I ist die erste Stufe der Deckungsbeitragsrechnung. Er zeigt, wie viel Rohertrag ein Produkt nach Abzug der reinen Beschaffungskosten generiert.

Gutes Zeichen

Ein hoher DB1 bedeutet eine starke Rohertragskraft - das Produkt hat eine gute Handelsspanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis.

Warnsignal

Ein niedriger DB1 deutet auf geringe Margen hin. Bei hoher Preissensibilität im Markt kann das kritisch werden.

Der DB1 allein reicht für Profitabilitätsentscheidungen nicht aus - erst der DB2 zeigt die echte Ertragskraft pro Bestellung.

Branche Richtwert
Mode & Bekleidung 50-70% DB1-Quote
Elektronik & Technik 20-35% DB1-Quote
Beauty & Kosmetik 60-80% DB1-Quote
Möbel & Einrichtung 45-60% DB1-Quote
Lebensmittel 25-40% DB1-Quote
  • Berechnen Sie den DB1 für jedes Produkt einzeln, nicht nur als Durchschnitt
  • Aktualisieren Sie Einkaufspreise regelmäßig, um valide DB1-Werte zu haben
  • Vergleichen Sie den DB1 verschiedener Lieferanten für dasselbe Produkt
  • Nutzen Sie den DB1 als erste Filterkennzahl bei Sortimentsentscheidungen
  • Der DB1 wird mit der Bruttomarge verwechselt - beide messen Ähnliches, aber nicht das Gleiche
  • Nebenkosten des Einkaufs (Fracht, Zoll) werden nicht zum Wareneinsatz gezählt
  • Der DB1 wird als alleinige Entscheidungsgrundlage verwendet, ohne DB2 zu berücksichtigen

Was der Deckungsbeitrag I über Ihr Geschäft verrät

Der Deckungsbeitrag I (DB1) ist die einfachste Form der Deckungsbeitragsrechnung. Er zeigt, was nach Abzug des reinen Wareneinsatzes vom Umsatz übrig bleibt - quasi die Handelsspanne ohne weitere Kosten.

Was gehört zum Wareneinsatz?

Der Wareneinsatz umfasst alle Kosten, die direkt mit der Beschaffung der verkauften Ware verbunden sind:

  1. 1 Einkaufspreis: Der Netto-Einkaufspreis beim Lieferanten oder Hersteller.
  2. 2 Bezugsnebenkosten: Fracht, Zoll, Versicherung für den Warentransport zum Lager.
  3. 3 Handling-Kosten: Kosten für Wareneingang und Einlagerung (je nach Kalkulation).

DB1 im E-Commerce-Kontext

Im E-Commerce ist der DB1 besonders relevant für die Sortimentssteuerung. Er zeigt auf einen Blick, welche Produkte eine gute Rohertragskraft haben - unabhängig davon, wie aufwendig der Versand oder wie hoch die Retourenquote ist.

Beispielrechnung:
Verkaufspreis: 79 EUR
Einkaufspreis: 28 EUR
Bezugsnebenkosten: 4 EUR

DB1 = 79 - (28 + 4) = 47 EUR oder 59,5% DB1-Quote

Vom DB1 zum DB2

Der DB1 ist nur der erste Schritt. Um die echte Profitabilität pro Bestellung zu ermitteln, müssen Sie weitere variable Kosten abziehen - das Ergebnis ist der Deckungsbeitrag II (DB2). Erst dieser zeigt, ob eine Bestellung wirklich Geld verdient.

Vergleichen Sie den DB1 auch mit der Bruttomarge. Beide Kennzahlen sind eng verwandt, werden aber in unterschiedlichen Kontexten verwendet. Die Bruttomarge ist eher im angelsächsischen Raum verbreitet, während die Deckungsbeitragsrechnung in der deutschsprachigen Betriebswirtschaft Standard ist.

Ihre Deckungsbeiträge optimieren?

Gemeinsam analysieren wir Ihr Sortiment und identifizieren Potenziale für höhere Margen.

Lieber erstmal schreiben? kontakt@wernerstrauch.de